
Sehr geehrte Damen und Heeren,
wir laden Sie herzlich zur 21. Deutsch-Polnischen Konferenz „Fachwerkarchitektur – gemeinsames Erbe ANTIKON 2025“ ein. Sie findet vom 22. bis 24.09.2025 im SZAFIR Schulungs- und Konferenzzentrum in Mohrin/ Moryń statt.
Die Tagung mit der begleitenden Studienreise ist ein deutsch-polnisches Treffen zu Fragen des gemeinsamen Kulturerbes und dessen Schutzes. Sie trägt dazu bei, die Fachwerkarchitektur in Europa ins öffentliche Interesse zu rücken und bietet eine Gelegenheit zu Erfahrungs- und Meinungsaustausch unter Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen aus Polen und aus Deutschland. ANTIKON fungiert als Diskussionsplattform, die bereits dazu beigetragen hat, mehrere Dutzend Objekte der Fachwerk- und Holzarchitektur vor der Zerstörung zu bewahren. Jedes Jahr nehmen ca. 100 Personen an der Tagung teil. Das diesjährige Thema lautet WIE WIRD DER SCHUTZ VON DENKMALEN DER HOLZARCHITEKTUR IN DEUTSCHLAND UND POLEN GEHANDHABT.
Praktischer Workshop zum Scannen/Fotogrammetrie
Am Ende des ersten Konferenztages (22.09.2025) findet für alle Teilnehmer*innen im Zentrum von Mhorin/ Moryń ein Worshop zum Thema Scan-/Fotogrammetrie, der von Vertreter*innen des Amtes für Denkmaldokumentation in Stettin/ Szczecin vorbereitet und durchgeführt wird.
Studienreise „in situ” ANTIKON 2025
Ein fester Bestandteil der ANTIKON-Reihe sind die Studienreisen mit Besichtigung historischer Bauten in situ. Ein umfangreiches Reiseprogramm, bei dem zahlreiche Denkmale der Fachwerkarchitektur besichtigt werden, begleitet auch die diesjährige Tagung. Während der Studienreise sind die Teilnehmer*innen mit tragbaren Simultanübersetzungsanlagen ausgestattet. Die Führung wird direkt von einem Dolmetscher übersetzt.
Die diesjährige Studienreis findet statt:
- Auf polnischer Seite: Gehöft Nr. 6 in Alt Lietzegöricke/ Stare Łysogórki – Stiftung Familienheim „Jandrzejówka“ – und weitere Gebäude in Alt Lietzegöricke/ Stare Łysogórki
- Auf deutscher Seite: Altranft, Dorf im Landkreis Märkisch-Oderland, Ortsteil Bad Freienwalde (Oder), mit großem Bestand an Fachwerkgebäuden
Konferenzmaterialien
Jede/r Teilnehmer*in erhält eine Zusammenstellung deutsch-polnischer Konferenzmaterialien, darunter: Zusammenfassungen der während der Konferenz gehaltenen Vorträge, einen Überblick über Orte und historische Objekte entlang der Route der Studienreise.
Konferenzbeirat der 21. Konferenz und Studienreise ANTIKON 2025
Derzeit besteht der Konferenzbeirat aus Landes- und Woiwodschaftdenkmalpfleger*innen sowie den Leitern der folgenden Institutionen:
- das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseums,
- das Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern,
- das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen,
- die Woiwodschaftsämter für Denkmalpflege in Grünberg/ Zielona Góra, Stettin/ Szczecin und Breslau/ Wrocław,
- das Nationalinstitut für Kulturerbe, Abteilung Stettin/ Szczecin,
- das Büro für Denkmaldokumentation in Stettin/ Szczecin,
- die Deutsch-Polnische Stiftung Kulturpflege und Denkmalschutz in Görlitz,
- Lehrstuhl für Konservierungswissenschaft an der Fakultät für Bildende Künste, Nikolaus-Kopernikus-Universität, Thorn/ Toruń, der Vertreter des Lehrstuhls, Dr. hab. Ing. Ulrich Schaaf ist der Vorsitzende des Beirates.
Ziele der 21. Konferenz und Studienreise ANTIKON 2025
- Kulturelle Bildung durch Erhaltung, Dokumentation und Vermittlung authentischer Werte der traditionellen Kultur, unter Berücksichtigung von Elementen, die dem lokalen und dem sozialen Wandel unterliegen, dank des einzigartigen Charakters des Vorhabens: der Verknüpfung von der Tagung mit der Studienreise mit dem Wert des direkten Zugangs zur Architektur in situ (Präsentation von Objekten, Erschließung von Quellen zur Dokumentation und Archivierung kultureller Zeugnisse), Konferenzmaterialien, Studienreiseführer, Multimedia-Präsentationen, zweisprachige Website,
- kulturelle Bildung, die die Entwicklung des sozialen und geistigen Kapitals aller beteiligten Regionen begünstigt,
- Stärkung des Gefühls der regionalen Identität durch Maßnahmen zum Schutz einzigartiger Elemente der traditionellen Kultur in Bezug auf die regionale Architektur, durch die Förderung des Bewusstseins für den Wert und die Notwendigkeit der Erhaltung von Holz- und Fachwerkarchitektur bei den einheimischen und zugewanderten Bewohner*innen, durch das Erfassen von Kenntnissen über den einzigartigen und typischen Charakter einer bestimmten Region, entsprechend den regionalen stilistischen Merkmalen, von historischen Gebäuden auf beiden Seiten der Grenze.
- Integration der Teilnehmer*innen im Bereich der Denkmalpflege: Restaurator*innen, Ethnograph*innen, Volkskundler*innen, Forscher*innen, Eigentümer*innen und Nutzer*innen von Denkmalen, Auftragnehmer*innen von Dienstleistungen, einschließlich Handwerker*innen, Volkskünstler*innen und allen, die sich für das Schicksal und der Rettung von Holzobjekten interessieren.